Kinder wollen und sollen im Haushalt

Kinder packen im Haushalt gerne mit an, das sollen sie auch
Kinder wollen und sollen im Haushalt
Mutter und Tochter am Staubsaugen

Es stärkt das Selbstvertrauen, den Gemeinschaftssinn und bereitet auf die spätere Selbstständigkeit vor. 

Spielerisches Mithelfen

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Selbst Kinder unter sechs Jahren können schon im Haushalt zur Hand gehen. Das Helfen beschränkt sich anfangs auf spielerische Aktivitäten. Perfektion und Durchhaltevermögen zu erwarten, wäre daher fehl am Platz. Aber mit der Zeit können dich deine Kinder sogar ein wenig entlasten.
Wichtig ist: die Kinder sollen freiwillig helfen und ein Gefühl dafür bekommen, was es bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Dazu gehören Rechte und Pflichten. Eltern dürfen schon kleine Erwartungen an den Nachwuchs stellen und ihnen so ein Gebrauchtsein vermitteln. Im eigentlichen Sinne von helfen zu sprechen ist bei Kindern unter sechs Jahren noch zu früh. Die Kinder sind in jedem Fall gerne an deiner Seite. Lass sie Socken aufhängen, beim Tisch decken die Teller verteilen, mit Eimer und Lappen beim Putzen helfen. In der Küche bringen sich Kinder meist bereitwillig ein, besonders beim Kochen, wenn es Leckereien zum Naschen gibt. Staubsaugen können Kinder nur richtig machen, niemand sollte ihnen böse sein, wenn sie eine Schmutzecke vergessen. 
Insgesamt wird dein kleines Kind dir die Hausarbeit nicht abnehmen, vielleicht sogar etwas mehr Arbeit verursachen. Doch am Ende zahlt sich die Mühe aus. Wenn das Kind spürt, wie wertvoll sein Beitrag für die Gemeinschaft ist, wird es stolz und selbstbewusst aus der Situation herausgehen. 

Angemessene Erwartungen

Die kurze Faustregel lautet: Kleine Kinder spielen im Haushalt mit, Grundschulkinder helfen, Teenager werden eingebunden. Das Argument für Eltern ist klar: Wer in die Schule gehen kann, kann auch im Haushalt helfen. 
Kleine Kinder sortieren gerne Strümpfe, legen Handtücher zusammen oder reichen Wäscheklammern. 
Ab sechs Jahren können Kinder schon feste Aufgaben übernehmen, die sie eigenverantwortlich ausführen. Das kann von Müll wegbringen über Staubsaugen im eigenen Zimmer und selbstständiges Wegräumen des eigenen Spielzeugs bis hin zu einfachen Putzarbeiten reichen. Ältere Kinder bringen Altpapier und Flaschen zum Container, wischen Staub und gießen die Blumen. Teenager können feste Aufgaben wie Spülmaschine ein- oder ausräumen übertragen bekommen. 
Die Mithilfe sollte nicht erzwungen werden, um Frustrationen zu vermeiden. Außerdem dürfen die Schulaufgaben nicht darunter leiden und die Spielzeit mit Freunden sollte nicht beschnitten werden. Stecke deine Erwartungen nicht zu hoch, erwarte keine Perfektion, werte jede freiwillige Hilfe als Erfolg. Zeige ihnen, dass sie dir viel abnehmen und dich entlasten, auch wenn du alleine vielleicht schneller und gründlicher voran kommst. 

Grundsätzlich sollten Kinder lernen, Hausarbeit als Teil des Familienlebens anzusehen und - den eigenen Fähigkeiten angemessen - ihren Beitrag leisten. Selbstverständlich wird dies nicht ohne Trotzreaktionen ablaufen. Doch hier gilt wie so oft in der Erziehung: locker bleiben.

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