Was ist eigentlich Pfeiffersches Drüsenfieber?

Lateinischer Name: Mononucleosis infectiosa. In den Köpfen von vielen Eltern grassiert eine grauenhafte Vorstellung über die Krankheit mit dem plakativen Namen. Hier lesen Sie kurz, wie die Ansteckung vonstattengeht, welche Symptome das Fieber mit sich bri
Was ist eigentlich Pfeiffersches Drüsenfieber?
Drüsenfieber kann gefährlich werden.

Viren rufen die Krankheit hervor. Sie ist stark ansteckend. Durch Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum werden die Viren bei direktem Kontakt übertragen. Im Volksmund ist das Pfeiffersche Drüsenfieber darum teilweise als Kusskrankheit bekannt.

Wer kann sich anstecken?

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Ab dem Kleinkindalter kann die Krankheit jeden treffen. Dennoch sind Erwachsene und Jugendliche häufiger betroffen. Übrigens bekommen Männer die Krankheit häufiger als Frauen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen elf Tagen und sechs Wochen.

Symptome

Zuerst ist einem körperlich unwohl; Mattheitsgefühl, keinen Appetit und etwas Kopf- und Gliederschmerzen gepaart mit Fieber zwischen 38 und 39 °Celsius. Was nach einer harmlosen Erkältung oder maximal nach einer Grippe klingt, wird nun begleitet von geschwollenen Lymphknoten am Hals. Auch die in den Kieferwinkeln, Achselhöhlen und Leistenbeugen sind deutlich geschwollen.
Der Hals schmerzt wie bei einer Angina und die Mandeln sind gräulich belegt.
Innerlich geht eine vergrößerte Milz mit der Krankheit einher. Oftmals ist sogar die Leber vergrößert. Hier besteht erhöhte Gelbsuchtgefahr. Pfeiffersches Drüsenfieber kann über das Blutbild nachgewiesen werden. Bei jedem 5. bis 10. Betroffenen gibt es einen roten Hautausschlag; mit kleinen Flecken. Er tritt meist am Rumpf auf.

Das Fieber kann über Monate bleiben. Kinder sowie Erwachsene sind lange müde und schlapp. Sonst gesunde Jugendliche überstehen die Krankheit in der Regel aber bereits nach zwei Wochen. Ganz gesund sind sie dann nach einem bis anderthalb Monaten.

Noch eine gute Nachricht: Kleinkinder zeigen selten starke Symptome oder gar einen starken Krankheitsverlauf!

Kann es zu Komplikationen kommen?

Ja, äußerst selten kann das Zentralnervensystem in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Folge könnte es dann zu einer Hirnhautentzündung, einer Nervenentzündung oder entzündlichen Folgeerkrankungen an Herz oder Niere kommen.

Diagnose beim Arzt oder zu Hause?

Die Diagnose vom Pfeifferschen Drüsenfieber muss immer in der Praxis erfolgen. Sobald Ihr Kind oder gar Sie die oben beschriebenen Symptome aufweist, gehen Sie zum Doktor. Nur ein Labortest kann diese Krankheit identifizieren. Denn die Symptome sind unspezifisch.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Die dritte gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich bei Ihrem Kind anstecken, ist sehr gering. Daher dürfen Sie zu ihm. Bei Geschwistern ist Vorsicht geboten.
Ist die Leber betroffen, ist es sinnvoll, strenge Bettruhe zu halten. Die Leber wird nämlich im Liegen besser durchblutet. Natürlich gibt es Fiebersenkende Mittel. Hausrezepte wie Wadenwickel und kalte Waschlappen auf der Stirn bringen zusätzlich Erleichterung.
Mit leicht zu verdauender Kost und viel Flüssigkeit unterstützen Sie den Genesungsprozess. Vielleicht verschreibt Ihr Doktor auch ein Antibiotika, um eine weitere Infektion zu vermeiden.

Ganz wichtig: Wenn die Milz stark vergrößert ist, braucht es auch nach der Krankheitsphase noch eine Zeit, bis sie sich wieder vollständig zurückgebildet hat. Darum müssen Toben und Sport noch warten, weil sonst ein Milzriss riskiert würde.

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